Radtourenwoche Schweiz/Italien

Die schönsten Alpenpässe der Schweiz

Mächtige Alpenpässe in  der Schweiz, die herrliche Seenlandschaft Oberitaliens, und das milde Klima des Schweizerischen Kanton Tessin bilden die Zutaten für diese eindrucksvolle und sehr anspruchsvolle Radtourenwoche  in den Schweizer Zentralalpen und im oberitalienischen Seengebiet.

Im Engadin liegt der Ausgangspunkt unserer Radtourenwoche. WIr befahren mit dem Rennrad herrliche Passstraßen wie Flüelapass, Albulapass, Malojapass und den traumhaften Passo Spluga (Splügenpass). Wir fahren aber auch entlang der reizvollen oberitalienischen Seen Lago di Como, Lago di Lugano und auch entlang des Lago Maggiore. Ein Höhepunkt ist sicherlich auch die Auffahrt auf den Simplonpass, der mit ca. 2.000 HM Anstieg einiges von den Bikern abverlangt. So bekannte Alpenpässe wie Furka-Grimsel- und Sustenpass stehen in den Berner Alpen auf unserer „Speisekarte“. Wir befahren aber auch den „giftigen“ Nufenenpass und die historische Route über den St. Gotthard Pass, wo wir heute noch Postkutschen – wie vor 100 Jahren – antreffen.
Der Begleitbus ist stets zur Stelle, wenn die Kräfte nicht mehr reichen
oder das Wetter schlecht ist, oder wenn eine Tagesetappe einmal zu lang wird.

In 5 Radetappen wird ein sehr anspruchsvolles Programm abgewickelt und die konditionellen Anforderungen an die Teilnehmer sind sehr hoch.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Sehr anspruchsvoll, Befahrung von 1-4 Passstraßen täglich. Die Anstiege sind teilweise sehr lang (z.B. Simplon Pass ca. 35 km) und auch manchmal bis 12 % steil. Wir erleben aber auch ebenso lange und rasante Abfahrten. Teilweise verkehrsreich entlang der Seen (Möglichkeit den Begleitbus zu benützen). Es kann mit dem Rennrad oder mit dem Mountain-Bike gefahren werden.

Streckenlänge: ca 760km
Etappenlänge: ca. 60 bis 200 km mit 1 bis 4 Passstraßen pro Tag
Höhenmeter: ca. 1.700 bis 3.700 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 15.000
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels

Anforderung:
sehr sportliche Radfahrer/innen mit regelmäßigem Training, sehr gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt

Der Streckenüberblick

1. Tag: (ca. 155 km, ca. 2.700 HM)

Fahrt von Laussa bzw. Steyr über Salzburg – Innsbruck nach Landeck. Weiter geht’s nach Pfunds und ins Unteregadin bis Scuol und weiter nach Susch. Hier erfolgt der Einstieg in die 1. Etappe. Der erste Anstieg führt hinauf ca 14 km auf den Flüelapass (2.383 m). In nur 10 Kehren mit bis zu 11 % Steigung kommen wir auf der schön ausgebauten Straße gut voran. Es folgt eine ebenso lange Abfahrt nach Davos – dem weltbekannten Sommer- und Wintersportort – und weiter talwärts fast bis Tiefencastel (968 m). Hier erfolgt die Abzweigung und wir fahren nun den Albulapass hinauf, nach ca. 1.350 HM und knapp 32 km erreichen wir die Passhöhe in über 2.300 Metern. Der Anstieg ist anfangs nur mäßig steil, es folgen aber immer wieder Abschnitte mit 10 bis 12 % Steigung. Die Abfahrt ist fast durchwegs 12 % steil und bereits nach ca. 10 km erreichen wir La Punt im Oberegadin (1.687 m). Von hier sind es zwar noch etwas über 50 km bis zu unserem Etappenziel kurz vor Chiavenna, aber es ist nur mehr ein kurzer Anstieg bis St. Moritz zu überwinden bevor wir ganz flach den Silvaplana-See entlang fahren und uns dann vom Malojapass (1.815 m) hinabstürzen über sensationelle Kehren ins Bergell. Es geht nun in flotter Talfahrt unserem Etappenziel in Chiavenna entgegen.

2. Tag: (165 km, ca. 3.700 HM)

Gut ausgeruht beginnen wir gleich am nächsten Morgen den Anstieg auf den Passo Spluga. Von Chiavenna – in ca. 300 Meter Seehöhe – klettern wir über fast 35 km hinauf auf über 2.100 m bis zur Passhöhe, die gleichzeitig die ital./schweizerische Grenze darstellt. Durch das Val San Giacomo geht es aufwärts, vorbei an mehreren kleinen Ortschaften bis Pietra. Von hier aus erfolgt ein eindrucksvoller Anstieg über eine steile Felsrampe, die mit 20 Kehren durchsetzt ist, bis hinauf nach Pianazzo. Wir glauben es kaum, wie sich die Straße auf dem steilen Felsband hinaufschlängelt. Nach weiteren 7 km Anstieg erreichen wir den traumhaft gelegenen Lago di Monte Spluga, am Ende des Sees liegt das kleine Dorf Montespluga, von hier führt eine kleine Kehrengruppe hinauf zur Passhöhe. Von hier geht es ca. 10 km hinunter ins schweizerische Splügen (1.457 m). Nun fahren wir den Hinterrehein entlang talauswärts, an der berühmten Via Mala Schlucht vorbei bis Thusis (697 m). Von Thusis geht’s durch die Schinschlucht nach Tiefencastel (851 m), hier zweigen wir ab in Richtung Julierpass. Vorerst fahren wir hinauf bis Savognin (1.200 m) und weiter vorbei am Marmorera Stausee nach Bivio. Der gesamt Anstieg von Tiefencastel beträgt ca. 37 km und 1.450 HM. Von Bivio aus bis zur Passhöhe (2.264 m) sind es noch ca. 10 km, die großteils mit 10 % Steigung über mehrere Kehrengruppen zur Passhöhe hinaufführen. Die nun folgende Abfahrt führt auf breiter Straße – bei nur wenigen Kehren – teilweise mit 11 % Gefälle hinunter nach Silvaplana, das wir bereits nach ca. 8 km erreichen. Von hier fahren wir die gleiche Strecke wie gestern den Silvaplanasee entlang und anschließend den Malojapass hinunter bis Chiavenna, wo wir im gleichen Hotel nochmals nächtigen.

3. Tag: (ca. 200 - 250 km , ca. 3.000 HM)

Nachdem diese Etappe mit ca. 250 km sehr lang ist, können natürlich Teilstücke auch mit dem Bus zurückgelegt werden.  Heute genießen wir das milde Klima der oberital. Seen. Von Chiavenna aus erreichen wir das Ufer des traumhaften Lago di Como bereits nach ca. 20 km. Wir fahren ca. 30 km die Uferstraße entlang bis Menaggio. Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir bald das Ufer des Lago di Lugano und kurz vor Lugano überqueren wir die Schweizer Grenze. Wir fahren durch das Tessiner Nobelstädtchen Lugano und erreichen nach kurzer Fahrt  wieder die ital. Grenze und bald danach den lieblichen Lago Maggiore. Von Luino bis Locarno fahren wir entlang der Uferstraße und wir passieren kleine Ortschaften entlang des Sees. Wir verlassen Locarno in Richtung Cento Valli. Die Strecke führt durch reizvolle Landschaft stetig bergauf bis ca. 800 m Seehöhe. Nach ca.2 Stunden Fahrzeit von Locarno aus erreichen wir Domodossola. Kurz davor biegen wir rechts ab und bald beginnt der Anstieg hinauf auf den Simplonpass. Der Anstieg beträgt ca. 35 km und führt bald nach Überquerung der Schweizer Grenze durch die Gondoschlucht in eindrucksvoller Fahrt aufwärts. Nach ca. 3 Stunden Anstieg mitten durch die Walliser Alpen erreichen wir die Paßhöhe auf ca. 2.000 m Seehöhe. Die nun folgende Abfahrt läßt keine Wünsche offen. Auf breiter Trasse – in langgezogenen Kehren – führt eine tolle Abfahrt über 20 km hinunter nach Brig – unserem heutigen Etappenziel.

4. Tag: (ca. 130 km ab Ulrichen, ca. 3.700 HM)

Von Brig aus fahren wir das Rhonetal flußaufwärts fast bis Ulrichen. Die Strecke führt anfangs nur leicht bergauf durch das breite Rhonetal. Vorbei an der Auffahrt zum bekannten Aletschgletscher fahren wir talaufwärts bis Ulrichen. Die Strecke von Brig bis Ulrichen kann auch mit dem Bus bewältigt werden. Nun erfolgt der Einstieg in eine tolle 4-Pässe-Rundfahrt über Nufenenpass, St. Gotthard-Pass, Furkapass und Grimselpass. Zunächst erfolgt von Ulrichen aus ein ca. 14 km langer Anstieg hinauf auf den fast 2.500 m hohen Nufenenpaß. Die letzten Kehren winden sich mit ca. 11 % hinauf auf die Passhöhe. Dafur folgt eine lange und schöne Abfahrt nach Airolo. Unmittelbar nach Airolo beginnt der mühsame Anstieg hinauf auf den St. Gotthard-Pass.
Wir nehmen nicht die neue – zur Schnellstraße ausgebaute Trasse – sondern wir befahren die alte Straße – die großteils noch Kopfsteinpflaster aufweist – und quälen uns hinauf, die 24 Kehren durch das Val Tremola, das „Tal des Zitterns“. Auf der Paßhöhe (2.109 m) finden wir ein interessantes Museum uber die verkehrstechnische Entwicklung des Gotthard-Passes. Und
wenn wir Glück haben, begegnen wir noch einer alten Postkutsche mit Pferdegespann, diese Art der Fortbewegung wird heutzutage als touristische Attraktion angeboten. Wir fahren jedoch lieber mit unseren eigenen Pferdestärken die Pässe hinauf. Im unteren Teil der nun folgenden Abfahrt treffen wir wieder auf die Hauptstraße, die wir bis Hospental verfolgen.
Über Realp geht’s nun weiter hinauf zum Furkapaß auf 2.436 m Seehöhe. Wir tauchen ein in die Bergwelt der Berner Alpen. In flotter Abfahrt folgen wir den Kehren hinunter nach Gletsch. Auf der anderen Seite tauchen schon die Kehren zum Grimsel Pass hinauf auf. Direkt neben dem Rhone-Gletscher führt die Straße hinunter nach Gletsch (1.757 m). Wir bezwingen nun die letzten Kehren hinauf zum Grimselpaß auf knapp 2.200 m Seehöhe. Es folgt eine herrliche ca. 30 km lange Abfahrt fast bis Meiringen, unserem heutigen Etappenort.

5. Tag: (ca. 55 km, ca. 1.700 HM)

Am heutigen – letzen Tag – unserer Radtourenwoche nehmen wir uns noch den Sustenpass vor. Ab Innertkirchen erfolgt der Anstieg auf den Sustenpaß. Die 28 km Anstieg und 1.600 HM haben es nochmals in sich. In engen Kehren führt die Straße durch die reizvolle Bergwelt hinauf auf die Paßhöhe auf über 2.200 m Seehöhe. Es folgt eine lange Abfahrt nach Wassen über ca. 20 km und fast ohne Kehren, die wir in vollen Zügen genießen. In Wassen steigen wir auf den Bus um und über Altdorf, Luzern und Zug fahren wir bis zum Zürichsee. Weiter über den Walensee nach Sargans und Buchs. Bald erreichen wir die österr. Grenze und fahren über den Arlberg nach Innsbruck, Salzburg, Steyr nach Laussa. Wieder einmal geht eine herrliche Radtourenwoche zu Ende.