Radtourenwoche ’Via Claudia Augusta

Entlang der alten Römerstraße über die Alpen führt die „Via Claudia Augusta“ und hat einst die Handelszentren um Augsburg und Venedig miteinander verbunden.

Tourenverlauf/Charakteristik:

Unsere Route kann auch als „Alpenüberquerung – light“ bezeichnet werden und ist für Tourenradler leicht fahrbar und bestens geeignet. Bei größeren Steigungen über die Alpen besteht jederzeit die Möglichkeit, in den Begleitbus umzusteigen. Die Strecke führt vom Raum Augsburg den Lech entlang über den Fernpass und Reschenpass in den Vinschgau und über Meran und Bozen entlang der Etsch bis in den Raum Trient. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 420 km und weist bis auf die Anstiege zum Fernpass und zum Reschenpass nur wenige Steigungen auf.

Die Eckdaten

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Der Streckenüberblick

1. Tag: Anreise bzw. Augsburg - Landsberg (ca. 45 km)

Abfahrt von Laussa über Steyr – Linz – Salzburg – Rosenheim –  München – Augsburg. Hier erfolgt gegen Mittag der Einstieg in die 1. Etappe. Der Streckenabschnitt in Deutschland ist gut beschildert und führt großteils entlang des Lech auf einem ausgebauten Radweg oder auf asphaltierten Wirtschaftswegen und Landstraßen. Bei Königsbrunn treffen wir kurz auf einige kurze unbefestigte Abschnitte. Entlang des Lech treffen wir auf einige Stauseen und nach ca. 40 km haben wir unser Tagesziel – Landsberg erreicht. Wir können noch die herrliche, mittelalterliche Stadt besichtigen.

2. Tag: Landsberg - Füssen (ca. 70 km)

Von Landsberg führt der Weg weiter über Erpfting in Richtung Schongau auf kleinen Nebenstraßen bis nach Epfach am Lech und weiter nach Altenstadt bzw. Schongau. Nun folgt ein Abschnitt mit hügeligem Gelände und über Burggen gelangen wir nach Lechbruck, das an einem schönen Stausee des Lech liegt. Über Roßhaupten führt der Radweg zum Forggensee und über Rieden fahren wir entlang des Ufers nach Füssen. Dabei genießen wir einen herrlichen Blick auf das Königsschloss Neuschwanstein. Bald erreichen wir die wunderschöne mittelalterliche Stadt Füssen, unser Etappenziel für heute.

3. Tag: Füssen - Imst (ca. 70 km)

Nach dem Frühstück fahren wir bald über die Grenze nach Österreich und durchqueren danach das wunderschöne Tirolerland. Über Nebenstraßen erreichen wir Reutte in Tirol. Über Heiterwang geht es leicht bergauf bis Bichlbach, anschließend dafür wieder leicht bergab bis Lermoos. Ab Biberwier erfolgt der Anstieg auf den Fernpass (1.212 m), einer der beiden Pässe auf dieser Route. Wir haben jedoch die Möglichkeit die Steigung mit dem Begleitbus zu bewältigen. Von der Passhöhe geht es flott bergab bis Nassereith.  Und weiter fahren wir durch das Gugltal hinaus bis Imst und beziehen unser Quartier für heute.

4. Tag: Imst - Mals (ca. 90 km)

Von Imst aus fahren wir durch das Inntal am schönen Innradweg bis Landeck. Von hier aus steigt der Radweg wieder an und führt uns hinauf nach Prutz und weiter nach Pfunds. Nun haben wir die Möglichkeit, über die wenig befahrene Straße über den Finstermünzpass bis zur Schweizer Grenze nach Martina zu fahren und dann die ca. 7 km lange Steigung nach Nauders in Angriff zu nehmen. Wem das zu anstrengend ist, der kann die Steigung nach Nauders hinauf auch im Begleitbus zurücklegen.  Diedirekte Straße auf den Reschenpass nach Nauders ist nicht zu empfehlen, da sie sehr verkehrsreich ist. Ab Nauders ist die Steigung auf den Reschenpass (1.504 m) nur mehr moderat und über schöne Radwege erreichen wir nach 6 Kilometer die Passhöhe.  Hier passieren wir den alten Grenzübergang nach Italien, der ja nicht mehr benötigt wird und bald erblicken wir den herrlichen Reschensee auf a. 1.500 m. Nun geht es auf dem schönen Plateau entlang des Reschensee vorbei am bekannten Kirchturm mitten im See in Graun, weiter entlang des Haidersee insgesamt mehr als 10 Kilometer über flaches Gelände. Vor uns türmt sich das Ortler-Massiv mit seinem ewigen Eis. Kurz nach dem Haidersee geht es den Reschenpass wieder hinunter über schöne Radwege nach Burgeis und Schleis. Und bald erreichen wir Mals im Vinschgau, unseren Etappenort für heute.

5. Tag: Mals - Lana (ca. 65 km)

Der heutige Tag führt uns durch den wunderschönen Vinschgau, durch Obst- und Weingärten auf herrlichen Radwegen. Steigungen sind heute praktisch keine vorhanden. Von Mals geht es in flotter Fahrt vorerst nach Glurns, einem bezaubernden mittelalterlichen Städtchen. Das mittelalterliche Stadtbild ist bis heute erhalten geblieben. Weiter führt der Radweg schon entlang der Etsch in Richtung Prad am Stilfser Joch. Vor uns liegt wieder das mächtige Ortler Massiv und wir radeln weiter  in Richtung Meran.   Über Schlanders und Latsch gelangen wir nach Naturns, dem Eingang zum Schnalstal. Und vor uns erblicken wir die herrliche Texelgruppe. Bald erreichen wir Meran und unternehmen einen kleinen Stadtbummel in dieser lieblichen Stadt mit ihrem südländischen Flair. Meran ist im Sommer eine der heißesten Städte Italiens. Im Frühling und Herbst ist das Klima sehr angenehm. Die vielen Palmen und südländischen Gewächse zeugen vom milden Klima. Von Meran sind es nur mehr wenige Kilometer bis zu unserem Etappenort – Lana.

6. Tag: Lana - Trient (ca. 80 km)

Unser letzter Radtag ist angebrochen und wir werden diesen Tag noch richtig genießen. Bereits nach einer guten Stunde Fahrzeit erreichen wir Bozen – mit ca. 100.000 Einwohnern die größte Stadt Südtirols. Hier sprechen jedoch 2/3 der Bevölkerung Italienisch. Bozen ist auch heute noch wirtschaftliches und kulturelles Zentrum von Südtirol. Von Bozen fahren wir entlang des Etsch-Radweges nach Auer. Alternativ können wir auch über Eppan, Kaltern und Tramin entlang der Südtiroler Weinstraße nach Auer radeln, wobei wir hier jedoch einige Höhenmeter überwinden müssen. Von Auer weg befahren wir wieder den gemütlichen Etsch-Radweg und entlang von Wein- und Obstgärten gelangen wir über Neumarkt nach Salurn.  Hier ist die Grenze zur Provinz Trient und wir verlassen den deutschsprachigen Teil von Italien.  Über Mezzocorona gelangen wir rasch nach Trient und somit ans Ziel unserer Radtour. Am späten Nachmittag erforschen wir noch die sehenswerte Altstadt mit ihrem prächtigen Renaissancestil. Und am Abend lassen wir bei Pasta und einem Gläschen Wein die letzten Tage mit den Kollegen nochmals Revue passieren.

7. Tag: Heimreise

Der Tag der Abreise ist gekommen. Nach dem Frühstück verladen wir unsere Räder und fahren über Bozen und dem Brenner nach Innsbruck. Weiter geht es über Kufstein nach Rosenheim. Weiter nach Salzburg, Linz und Steyr nach Laussa.