Mountain-Bike Woche Transalp

Von St. Anton bis zum Gardasee

Diese MTB-Woche zählt sicherlich zu den „klassischen“ TRANSALP-Routen und
bietet für den sportlichen Biker zahlreiche Höhepunkte.

Ausgehend von St. Anton in Tirol überqueren wir die Alpen in Richtung Süden, großteils auf herrlichen Trails. Berauschende Landschaften ziehen an uns vorüber und wir befahren einzigartige Saumwege und bezwingen tolle Übergänge.
Von St. Anton führt der Weg durch die Verwallgruppe und die Silvretta ins Engadin. Weiter über die Sesvenna-Gruppe in den Vinschgau (evtl. mit Bus), anschließend über das Ortler-Massiv bis zur Brenta-Gruppe bei Madonna di Campiglio. Von dort ist es zum Ziel – Arco bzw. Riva am Gardasee – nur mehr eine Tagesetappe.
Die Streckenführung wurde so gewählt, daß nur wenige Schiebestrecken zu bewältigen sind. Auf extreme Anstiege wurde verzichtet (z.B. Madritsch-Joch). Teilstrecken können evtl. mit dem Bus bewältigt werden. Der Begleitbus transportiert das Gepäck täglich zum nächsten Hotel. Insgesamt sind auf den 6 Etappen ca. 300 km und 10.000 Höhenmeter zu absolvieren.

Ein erfahrener MTB-Guide führt Sie sicher über die zahlreichen Übergänge. Trotzdem ist bei dieser Tour entsprechende Erfahrung im Gelände und Eigenverantwortung jedes Teilnehmers notwendig. Der Veranstalter übernimmt nur die organisatorische Verantwortung.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Anspruchsvoll, über Asphalt, Schotter, Wanderwege, Pfade und auch mit einigen kurzen Schiebe- bzw. Tragestrecken garniert.
Asphalt ca. 50 %
Schotter, Wald, Wiese, Wanderweg ca. 48 %
Schieben/Tragen ca. 2-3 %

Streckenlänge: ca 300 km
Etappenlänge: ca. 30 bis 70 km , das entspricht ca. 3-6 Stunden reine Fahrzeit täglich
Höhenmeter: ca. 1100 bis 2.300 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 10.000
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels

Anforderung:
sportliche Mountain-Biker/innen mit regelmäßigem Training und Erfahrung im Gelände, gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt

Der Streckenüberblick

1. Tag: (ca. 40 km, ca. 1.100 HM)

Unsere Biker am Sellajoch
Unsere Biker am Sellajoch

Fahrt von Laussa bzw. Steyr über Salzburg – Innsbruck nach St. Anton am Arlberg. Hier erfolgt am späten Vormittag der Einstieg in die 1. Etappe.
Kurz oberhalb von St. Anton biegen wir links ein ins landschaftlich reizvolle Verwalltal. Nach einer schmalen Asphaltstraße führt eine schöne Schotterstraße vorbei an der Abzweigung zur Konstanzer Hütte bis zu einem Schranken. Nun geht’s über einen Steg die letzen 30 Min. hinauf zur Heilbronner Hütte auf ca. 2.300 m Seehöhe, wobei hier das Bike geschoben werden muß. Jetzt haben wir uns eine ordentliche Pause verdient. Die Fahrzeit bis hierher beträgt knapp 3 Stunden. Von nun an geht’s bergab auf einer breiten Schotter-
straße, vorbei an der Alpe Verbella bis zum Kops-Stausee. Weiter fahren wir talauswärts und treffen bald auf die Silvretta-Hochalpenstraße, die wir bis Galtür und weiter bis Ischgl entlang fahren. Ischgl zählt mittlerweile zu den bekanntesten Wintersportgebieten Österreichs und in einem netten Hotel entspannen wir uns am Abend und lassen die Erlebnisse des ersten Tages nochmals im Gedanken an uns vorüber ziehen.

2. Tag: (ca. 40 km, ca. 1.300 HM)

Von Ischgl fahren wir zunächst über eine steile Asphaltstraße und dann auf einer Schotterstraße hinauf in Richtung Idalpe, dem bekannten Schigebiet. An der Bodenalpe vorbei (eine kleine Rast ist bereits angesagt) fahren wir weiter talaufwärts bis zur Heidelberger Hütte auf 2.264 m Seehöhe, die sich bereits auf Schweizer Gebiet befindet. Vorbei an den Gletschern der Silvretta-Gruppe führt nun eine schmaler Pfad hinauf zum Fimberpaß auf ca. 2.600 m . Dieser Teil ist großteils nur schiebend zu bewältigen. Die Anstrengung wird mit einem überwältigendem Ausblick und mit einer tollen Trail-Abfahrt über ca. 10 km vom Fimberpaß bis zum Gasthof Zuort belohnt. Von hier geht’s durch das Val Sinestra auf einer Schotterstraße hinaus nach Vna und Ramosch. Wir nächtigen heute im Unterengadin in Scuol oder Ramosch.

3. Tag: (ca. 40 bis 50 km, ca. 1.500 HM)

Am heutigen Tag erwartet uns ein besonderes Zuckerl, die Auffahrt durch das Val d’Uina und die beeindruckende Uina-Schlucht. Zunächst fahren wir auf einer steilen Schotterstraße hinauf zur Alpe Uina Dadaint und knapp oberhalb beginnt der nur ca. 1,5 m breite Pfad durch die Uina-Schlucht, der bereits um 1910 in die senkrechten Felswände gesprengt wurde. Der Steig führt ca. 150 m über dem Grund der engen Schlucht nach oben und ist mit Seilgeländer versichert. Oberhalb der Schlucht führt ein Pfad zur italienischen Grenze am Schlinig Paß auf ca. 2.300 m Höhe und dann weiter leicht abwärts zur Sesvenna Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir auf einer steilen Schotterstraße hinunter nach Schlinig und weiter talauswärts nach Schleis und Glurns. Die kleine – historische – Stadt Glurns mit ihren Stadtmauern lädt zu einem kurzen Besuch ein. Wir fahren noch ein Stück durch die Obstgärten des Vinschgaus und haben unser Quartier zwischen Glurns und Schlanders.

4. Tag: (ca. 70 km, ca. 2.300 HM)

Unser Hotel in Bellamonte
Unser Hotel in Bellamonte

Heute früh legen wir die ersten Kilometer mit dem Bus zurück. Wir fahren das Etschtal hinunter bis Meran bzw. Lana und starten hier unsere 4. Tagesetappe. Über eine Asphaltstraße fahren wir durch das reizvolle Ultental aufwärts bis St. Gertraud. Nun biegen wir auf eine Schotterstraße links ein und fahren weiter bis zur Seefeld-Alm. Ab hier geht’s steil bergauf zur Bärhap Alm und weiter hinauf zum Rabbijoch auf fast 2.500 m Seehöhe. Das letzte Stück hinauf müssen wir schieben, dafür genießen wir oben die herrliche Aussicht auf die umliegenden Gipfel der Ortler-Gruppe. Ein kurzes Stück abwärts nach der Paßhöhe lädt die Haselgruberhütte zum Verweilen ein. Von hier haben wir auch einen herrlichen Blick auf die Brenta-Gruppe die wir morgen überqueren möchten. Nach einer ausgiebigen Stärkung folgt eine anspruchsvolle – aber sehr schöne Abfahrt ins Val di Rabbi und auf einer schönen Asphaltstraße fahren wir 10 km flott talauswärts nach Male ins Val di Sole. Von Male sind es nur mehr 5 km nach Dimaro, unserem heutigen Etappenziel.

5. Tag: (ca. 30 km, ca. 1.600 HM)

Ein besonderer Leckerbissen steht heute am Programm – die Durchquerung der Brenta-Gruppe nach Madonna di Campiglio. Wir starten in Dimaro und fahren in den kleinen Ort Carciato, ab finden wir eine Schotterstraße vor, die wir bis zur Malga Mondifra, kurz vor dem mondänen Schiort Madonna di Campiglio hinauffahren. Nun geht’s weiter hinauf auf Schotter Richtung Passo Groste durch die grandiose Brenta-Gruppe bis zum Rifugio Graffer auf knapp 2.300 m Seehöhe. Hier genießen wir bei einer ausgedehnten Rast die Aussicht auf die gegenüberliegende Adamello-Gruppe. Am Nachmittag erfolgt eine herrliche Trail-Abfahrt zum Rifugio Vallesinella, weiter zum Rifugio Cascata und hinunter nach Madonna, wo wir in einem netten Hotel Unterkunft finden.

6. Tag: (ca. 70 km, ca. 1.400 HM)

Unsere letzte Etappe führt uns von Madonna di Campiglio nochmals hinauf in die Brenta-Gruppe über eine Schotterstraße bis zum kleinen Bergsee Lago di Val d’Agola und weiter hinauf zum Passo Bregn da l’Ors auf ca. 1.850 m. Über die Malga Movlina fahren wir fast endlos weit hinunter bis kurz vor Stenico. Wir biegen beim Lago Ponte Pia rechts ab und fahren durch den kleinen Ort Zuclo den steilen, aber asphaltierten Passo Durone auf ca. 1.000 m Seehöhe hinauf. Über Cavrasto geht’s nun schon in Richtung Lago di Tenno, einem malerisch gelegenen See. Eine letzte kleine Anhöhe, der Passo del Ballino und von jetzt an genießen wir die herrliche Abfahrt zum Gardasee. Bereits oberhalb von Tenno bieten sich uns herrliche Ausblicke auf den Gardasee und die warme Luft bläst uns angenehm entgegen. Auf den letzten Kehren hinunter zum Gardasee nach Riva säumen wieder Wein- und Obstgärten unseren Weg. Im reizvollen Ort Arco haben wir eine nettes Hotel und genießen nochmals einen letzten, gemeinsamen Abend.

7. Tag: Heimreise

Unsere tolle MTB-Woche geht zu Ende und wir fahren von Arco über Trient, Bozen und Brenner nach Innsbruck. Weiter nach Salzburg, Steyr und Laussa. Bei der Heimfahrt werden bereits wieder Pläne für die nächste Transalp-Tour geschmiedet.