Mountain-Bike Woche Transalp

Von Scharnitz bis ins Trentino

Bei dieser TRANSALP Mountain-Bike Woche liegt der Ausgangspunkt in den Nordalpen. Wir wählen Scharnitz im Tiroler Karwelndelgebiet – nur knapp von der deutschen Grenze entfernt – als Startort.

Von Scharnitz geht es durch das Karwendelgebirge zum malerischen Achensee. Weiter über das Inntal führt die Strecke über die Tuxer Alpen bis Hintertux. Vorbei an den Gletscherriesen der Tuxer- und Zillertaler Alpen. Über das Tuxer Joch gelangen wir nach Gries am Brenner und über die beeindruckende Brenner Grenzkammstraße radeln wir bis Sterzing. Es folgt ein Bustransfer nach San Vigilo. Über den Naturpark Fanes-Sennes wagen wir uns mit dem Bike hautnah bis zu den Drei Zinnen. Bustransfer von Cortina nach Corvara. Von Corvara führt uns die Tour über das Grödner Joch nach Wolkenstein. Weiter Richtung Seiser Alm – vorbei an Langkofel –  und über den Passo Duron ins Fassatal bis Moena. Vorbei an Rosengarten und durch die Latemar Gruppe geht’s ins Val di Fiemme. Der letzte Anstieg bringt uns über den Manghenpass ins Val Sugana, wo wir in Levico Terme bei Trento unser Tourenziel erreichen.

Die Streckenführung wurde so gewählt, daß nur wenige Schiebestrecken zu bewältigen sind. Auf extreme Anstiege wurde verzichtet Teilstrecken können evtl. mit dem Bus bewältigt werden. Der Begleitbus transportiert das Gepäck täglich zum nächsten Hotel. Insgesamt sind auf den 6 Etappen ca. 445 km und 11.600 Höhenmeter zu absolvieren.

Ein erfahrener MTB-Guide führt euch sicher über die zahlreichen Übergänge. Trotzdem ist bei dieser Tour entsprechende Erfahrung im Gelände und Eigenverantwortung jedes Teilnehmers notwendig. Der Veranstalter übernimmt nur die organisatorische Verantwortung.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Anspruchsvoll, über Asphalt, Schotter, Wanderwege, Pfade und auch mit einigen Schiebe- bzw. Tragestrecken garniert.
Asphalt ca. 45 %
Schotter, Wald, Wiese, Wanderweg ca. 53 %
Schieben/Tragen ca. 1-2 %

Streckenlänge: ca. 445 km
Tägl. Etappenlänge: ca. 60 km bis 100 km, das entspricht 6-9 Stunden reine Fahrzeit täglich
Höhenmeter: ca. 1.500 bis 2.200 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 11.600
Durchschnittl. Km pro Tag: ca. 75 km
Durchschnittl. HM pro Tag: ca. 1.930 HM
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels auf Basis Halbpension

Anforderung:
sportliche Mountain-Biker/innen mit regelmäßigem Training und Erfahrung im Gelände. Gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt.

Der Streckenüberblick

1. Tag: (ca. 65 km, ca. 1.700 HM)

Fahrt von Laussa bzw. Steyr über Salzburg weiter nach Rosenheim. Weiterfahrt über Kufstein – Innsbruck – Seefeld bis Scharnitz. Hier starten wir am späten Vormittag mit der 1. Etappe.

Von Scharnitz (ca. 1.000 m) geht es vorerst leicht bergauf ins Karwendeltal bis zur Larchet-Alm (1.150 m)bzw. weiter zur Angeralm (1.300 m). Von hier beginnt derein schöner Anstieg hinauf bis zum Karwendelhaus, hoch über dem Talboden, auf ca. 1.800 m unmittelbar vor dem Hochalmsattel. Nach ca. 2-2,5 Std. Fahrzeit und ca. 20 km haben wir uns eine gemütliche Rast verdient. Insgesamt ist die Schotterstraße von Scharnitz bis zum Karwendelhaus sehr gut befahrbar. Nun geht es hinunter auf groben Schotter zum kleinen Ahornboden. Weiter durch’s Johannistal auf glatter Schotterstraße, anschließend auf Asphalt weiter in die Eng und von hier links weiter hinauf auf Schotter zum Plumsjoch auf 1.630 m. Bei der anschließenden Abfahrt zur Gernalm ist Vorsicht geboten (steil, enge Serpentinen, loser Schotter). Kurz vor Pertisau am Achensee biegen wir rechts ein und fahren noch 7 km bzw. 300 HM auf Asphalt hinauf zur malerisch gelegenen Gramaialm (1.300 m). Unser Quartier für heute mit herrlichem Blick auf die umliegenden Berge der Karwendelgruppe ist erreicht.

2. Tag: (ca. 65 km, ca. 1.900 HM)

Über Pertisau entlang des herrlich gelegenen Achensee fahren wir nach Maurach und in flotter Fahrt weiter hinunter ins Inntal bis Jenbach bzw. Schwaz (550 m). Kurz nach Schwaz biegen wir links hinauf nach Weerberg. Auf schöner Asphaltstraße geht es bis Innerst (1.120 m). Weiter hinauf durch die Tuxer Voralpen zur Weidener Hütte (1.800 m) und nach ausgiebiger Rast geht es weiter hinauf auf einem Wandereg bis zum Geiseljoch auf fast 2.300 m Seehöhe. Das Geiseljoch stellt wohl einen der besten Übergänge in Tirol dar und ist bei guter Kondition voll fahrbar. Das Geiseljoch bietet zudem ein gigantisches Panorama. Nach Norden reicht der Blick zurück auf die am Vortag durchquerte Karwendelgruppe. Nach Süden öffnet sich der Blick auf den riesigen Hintertuxer Gletscher mit dem mächtigen Olperer dahinter. Vom Geiseljoch führt zuerst ein Trail, später eine schöne Schotterstraße, die letzten km eine Asphaltstraße hinunter nach Vorderlansersbach (1.300 m) im Tuxertal, unserem Etappenziel für heute.

3. Tag: (ca. 75 km, ca. 2.200 HM)

Von Vorderlanersbach bis Hintertux auf Asphalt, dann zweigen wir rechts ab hinauf und auf einer Schotterstraße fahren wir hinauf zur Tuxerjoch-Hütte (2.310 m) über das Tuxer Joch (2.340 m). Wir genießen herrliche Ausblicke auf den Hintertuxer Gletscher. Der obere Teil der Strecke zwingt uns aus dem Sattel, da der obere Teil der Strecke sehr steil ist. Der Trail hinunter vom Joch bis nach Kasern ist nicht fahrbar und wir müssen unser Bike für ein paar km schieben. Aber von Kasern hinunter durchs Schmirntal geht es in flotter Fahrt bis zur Brenner Bundesstraße ins Wipptal (1.100 m). Wir biegen links ab Richtung Brenner. Aber bereits in Gries verlassen wir die Hauptstraße und fahren über Vinaders hinauf auf die Brenner-Grenzkammstraße über die Sattelbergalm. Kurz nach der Alm biegen wir rechts ab zum Sattelberg und über einen Wiesentrail erreichen wir bald die ital. Grenze. Nach ca. 300 m münden wir in eine Militärstraße, die nach rechts hinaufführt. Nach ca. 2.5 km erreichen wir einen alten Bunker auf der Grenzkammstraße. Nun geht es fast 10 km flott weiter auf ca. 2.100 m auf schöner Schotterstraße mit Traumausblick auf Olperer und bis in die Dolomiten. Tief unter uns sehen wir das Band der Brennerautobahn. Über Kreuzjoch und Flachjoch erreichen wir das Sandjoch auf über 2.100 m. Von hier zieht sich die Straße abwärts bis Gossensass und Sterzing, vorerst unser Etappenziel für heute. Mit dem Bus geht es weiter von Sterzing durch das Pustertal bis San Vigilio. Hier ist unser Quartier für heute, da wir morgen durch die Dolomiten fahren werden. In einem netten Hotel lassen wir bei Wellness-Vergnügen den Tag ausklingen.

4. Tag: (ca. 80 km, ca. 2.100 HM)

Die heutige Etappe kann sicherlich als Königsetappe unserer Transalp-Woche bezeichnet werden. Von San Vigilio fahren wir worerst leicht ansteigend das wunderschöne Rautal ca. 12 km aufwärts zur Pederú-Hütte (1.540 m). Von hier weg geht es steil bergauf (teilweise Schiebestrecke) ca. 2,5 km und 400 HM zur Fodara Vedla Hütte (1.965 m), dann relativ flach weiter zur Senneshütte (2.120 m). Nach einer ausgiebigen Rast folgt eine schöne Abfahrt in Richtung Schluderbach. Von Schluderbach führt eine Asphaltstraße ca. 7 km hinauf zum traumhaft gelegenen Misurina See auf ca. 1.800 m. Von hier genießen wir schon den Anblick der Drei Zinnen, diese zählen wohl zu den bekanntesten Felsformationen weltweit und sind besonders bei Kletterern seit Jahrzehnten beliebt. Wir werden mit dem Bike bis zur Drei Zinnen Hütte fahren. Vom Misurina See führt eine ca. 6 km lange Mautstraße hinauf bis zur Auronzo Hütte (3.320 m) am Fuße der Drei Zinnen. Dieser Anstieg ist mit fast durchwegs 16 % ziemlich anstrengend (dafür auf Asphalt). Haben wir die Auronzo Hütte einmal erreicht, dann ist die restliche Strecke nur mehr leicht ansteigend auf einem schönen, breiten Wanderweg über den Paternsattel (2.450 m) bis zur Drei Zinnen Hütte zu bewältigen. Es bieten sich uns traumhafte Ausblicke und Ansichten, die wir wohl das ganze Leben nicht vergessen werden. Wir werden überwältigt sein vom Anblick dieser Felsformationen. Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir die gleiche Strecke zurück bis zum Misurina See (eine komplette Umrundung der Drei Zinnen wäre fahrtechnisch möglich, ist jedoch mit dem Bike nicht erlaubt). Dann noch kurz aufwärts zum Passo Tre Croci (1.809 m), bevor wir in flotter Fahrt nach Cortina d’Ampezzo hinunterbrausen. In Cortina wartet schon unser Bus und wir fahren gemeinsam über den Passo di Falzarego und den Passo di Campolongo nach Corvara, dem Ausgangspunkt für unsere morgige Etappe.

5. Tag: (ca. 60 km, ca. 1.500 HM)

Von Corvara (1.520 m) – im Herzen der Dolomiten gelegen – fahren wir vorerst auf Schotter etwa zur Hälfte zum Grödner Joch (2.100 m) hinauf. Das letzte Stück befahren wir die normale Passstraße. Vor uns haben wir stets den mächtigen Sellastock und von der Passhöhe aus ist der Blick frei auf den Langkofel, der uns heute noch lange begleiten wird. Von der Passhöhe führt ein teilweise schwieriger Trail hinunter nach Wolkenstein. Am unteren Ortsende von Wolkenstein biegen wir links ab hinauf Richtung Saltria bzw. Seiser Alm. Beim Hotel Saltria biegen wir links hinauf in Richtung Passo Duron (Mahlknechtjoch) (2.200 m). Nun folgt eine herrliche Abfahrt durch das Val Duron bis nach Campitello im Fassatal, knapp unterhalb von Canazei. Nun geht es gemütlich auf einem schönen Radweg talauswärts bis Soraga und Moena (1.200 m), unser Etappenziel für heute.

6. Tag: (ca. 100 km, ca. 2.200 HM)

Wir fahren von Moena auf schöner Schotterpiste hinauf zum Karerpass (1.750 m) und genießen den herrlichen Anblick des Rosengarten. Anschließend die Passstraße ein Stück hinunter in Richtung Welschnofen, dann links weiter auf Schotter nach Obereggen auf  dem sogenannten Templweg. Über die Epircher Laner Alm weiter hinauf bis zum Reiterjoch auf 2.000 m. Nun beginnt eine schöne Abfahrt – großteils auf Asphalt – nach Stava und weiter nach Tésero im Val di Fiemme. Anschließend fahren wir teilweise auf Radwegen nach Molina (800 m). Nun beginnt der lange aber wunderschöne Anstieg auf der schmalen, asphaltierten und verkehrsarmen Straße zum Manghenpass (2.050 m). Nach ca. 15 km Anstieg erreichen wir die Passhöhe. Die Manghenpass-Hütte mit einem kleinen See davor, lädt zur Einkehr. Nun folgt eine schier endlose Abfahrt über mehr als 20 km ins Val Sugana bis nach Borgo (400 m). Abschließend radeln wir noch gemütlich auf schönen Radwegen flach durch das Val Sugana ca. 20 km bis Lévico Terme, einem bekannten Thermenort und lassen am Abend bei Pasta e Vino die schöne Transalp-Woche ausklingen.

7. Tag: Heimreise

Wir nehmen Abschied und fahren mit dem Bus nach dem Frühstück wieder heim. Über Trento, Bozen und dem Brenner geht es retour nach Österreich. Am späten Nachmittag erreichen wir über Innsbruck, Salzburg und Steyr wieder den Ausgangspunkt unserer Reise. Bei der Heimfahrt im komfortablen Bus lassen wir die unvergesslichen Eindrücke der letzten Tage an uns vorüberziehen. Für uns steht fest, dass wir uns bald wieder auf eine Transalp-Tour begeben werden.