Mountain-Bike Woche Transalp

Von Oberstdorf bis zum Gardasee

Vom klassischen Transalp-Startort Oberstdorf fahren wir über den Arlberg nach Davos und Livigno bis zum Gardasee. Den Abschluss bildet eine tolle Abfahrt vom Tremalzo-Pass zum Gardasee.

Tagesetappen bewältigen wir ca. 445 km und ca. 13.000 HM. Viele schöne, abwechslungsreiche Anstiege und rasante Abfahrten wechseln einander ab. Aber auch die eine oder andere Schiebestrecke ist dabei.
Ein erfahrener MTB-Guide führt Sie sicher über die zahlreichen Übergänge.
Trotzdem ist bei dieser Tour entsprechende Erfahrung im Gelände und Eigenverantwortung jedes Teilnehmers notwendig.
Der Veranstalter übernimmt nur die organisatorische Verantwortung.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Anspruchsvoll, über Asphalt, Schotter, Wanderwege, Alte Militärwege, Single Trails, einige kurze Schiebepassagen.
Asphalt ca. 60 %
Schotter, Wald, Wiese, Wanderweg ca. 37%
Schieben/Tragen ca. 3 %

Streckenlänge: ca 445 km
Etappenlänge: ca. 50 bis 110 km das entspricht 6-8 Stunden reine Fahrzeit täglich
Höhenmeter: ca. 1.100 bis 2.900 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 13.000
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels/Pensionen auf Basis Doppelzimmer, DU/WC, inkl. Halbpension

Anforderung:
sportliche Mountain-Biker/innen mit regelmäßigem Training und Erfahrung im Gelände. Gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt.

Der Streckenüberblick

1. Tag: Oberstdorf - Dalaas (ca. 60 km, ca. 1.700 HM)

Fahrt von Laussa bzw. Steyr evtl. über Linz nach Salzburg. Weiter über Rosenheim nach Innsbruck und über den Fernpass und Reutte weiter nach Oberstdorf. Hier erfolgt am frühen Vormittag der Einstieg in die 1. Etappe. Von Oberstdorf fahren wir vorerst auf Asphalt, vorbei an der Fellhornbahn. Nach kurzer Schotterpassage folgt wieder ein längerer asphaltierter Almweg vorbei an der Rappenalpe bis zur Speicherhütte. Die letzten Kilometer hinauf zum Schrofenpass (1.688 m) müssen wir unser Bike schieben/tragen. Diese spektakuläre Trasse in nahezu senkrechten Fels war früher ein Säumerpfad. Der Trail ist so schmal, dass man das Bike schultern muss, sonst hätte man nicht genug Platz zum Gehen. Auch die erste Teil der Abfahrt nach Warth hinunter muss überwiegend zu Fuß unternommen werden. Erst vor Warth treffen wir wieder auf eine Asphaltstraße. Über Lech und Zug geht es weiter in Richtung Freiburger Hütte (1.918 m), im oberen Teil erwartet uns eine schöne Schotterstraße. Nach einer Rast machen wir uns für die Abfahrt nach Dalaas bereit. Der Pfad hinunter ist jedoch kaum fahrbar. In Dalaas erwartet uns ein nettes Hotel.

2. Tag: Dalaas - Davos (ca. 60 km, ca. 2.700 HM)

Heute morgen fahren wir von Dalaas teils auf Schotter hinauf auf den Kristbergsattel (1.479 m) und weiter hinunter ins Silbertal und nach Schruns. Nun fahren wir auf dem Radweg weiter nach St. Gallenkirch im Montafon und biegen rechts ab hinauf nach Gargellen. Von hier aus erfolgt er Übergang über das Schlappiner Joch (2.203) in die Schweiz. Auf dem steilen Pfad müssen wi allerdings ca. 300 HM auf das Joch hinaufschieben. Oben am Joch erwartet uns ein herrlicher Blick auf die Schweizer Berge und eine sehr anspruchsvolle Trailabfahrt nach Schlappin und eine schmale Asphaltstraße führt weiter nach Klosters. Nun folgt eine schöne Auffahrt über Schotter und Trails zum Teil entlang der Eisenbahn bis zum Davoser See bzw. nach Davos – dem weltbekannten Wintersportort –  unserem heutigen Etappenziel

3. Tag: Davos - Livigno (ca. 50 km, ca. 2.200 HM)

Von Davos aus fahren wir zunächst das Dischmatal hinauf bis Dürrboden. Von hier führt ein schwieriger Anstieg hinauf auf einem Pfad zum Scalettapass (2.606 m) und wir müssen immer wieder längere Stücke schieben. Die Landschaft ist überwältigend und die Trailabfahrt vom Pass ins Val Susauna ist eine Gedicht für gute Biker. Weiter unten befahren wir eine Schotterstraße bis Susauna und fahren bis zur Hauptstraße im Engadin. Wir wechseln die Talseite und fahren auf einer schönen Schotterpiste hinauf zur Alp Chaschauna. Dann geht es über Almweiden und über den flachen Talboden bis zu einem Schilderbaum. Jetzt folgt eine ca. 1,5 stündige Schiebepassage zum Pass Chauschauna auf 2.694 m. Doch der anstrengende Anstieg lohnt sich sehr, denn von oben ist der Blick auf Livigno und bis zum Ortlermassiv überwältigend. Es folgt eine Traumabfahrt hinunter nach Livigno wo wir für heute Nacht unser Quartier aufschlagen. Wer noch Lust hat, kann in Livigno zollfrei einkaufen, es gibt auch jede Menge Bike-Mode und Zubehör zum Kaufen.

4. Tag: Livigno - Gròsio (ca. 65 km, ca. 1.100 HM)

Heute früh fahren wir kurz am Stauusee von Livigno entlang und fahren dann hinauf auf den Passo Alpisella (2.285 m), kommen aber ganz schön ins Schwitzen und müssen ein paar mal aus dem Sattel. Das Gebirgspanorama rundherum ist wunderschön. Nun gelangen wir ins ochtal vom Stausee LagoSan Giacomo di Fraele. Hier beginnt eine der schönsten Bikestrecken der Alpen. Fast 30 km über schöne ebene Schotterstraßen auf fast 2.000 m Seehöhe. Wir können links oder rechts am Stausee entlang fahren. Es geht vorbei am Rifugio Val Fraele und dann über die Staumauer am unteren Stausee, dem Lago di Cancano entlang. Vorbei am Lago delle Scale gelangen wir schließlich zu den Torri di Fraele – das sind alte Wehrtürme – von denen wir einen schönen Blick bis Bormio haben. Es geht weiter, oberhalb von Valdidentro bis nach Arnoga, nochmals ca. 10 km fast eben und wir genießen Traumausblicke ins Tal hinunter. In Arnoga erreichen wir kurz die Straße von Bormio nach Livigno, doch bereits nach 100 m verlassen wir diese wieder und fahren auf dem unteren der beiden Wege, die hier in einer Serpentine abzweigen, ins Val Viola. Nach ca. 2 km zweigen wir ab zum Passo di Verva (2.301 m), der auf beiden Seiten gut fahrbar ist. In Eita erreichen wir eine schmale Asphaltstraße, die wir bis Gròsio, unserem heutigen Etappenziel, verfolgen.

5. Tag: Gròsio - Madonna di Campiglio (ca. 100 km, ca. 2.900 HM)

Mit ca. 100 km ist die Etappe heute relativ lang, allerdings fahren wir mehr als 2/3 auf Asphalt. Heute früh steht gleich eine durchgehend asphaltierte Passstraße – der Passo della Foppa (1.852 m) – mit ca. 1.100 HM auf dem Programm. Die Strecke ist jedoch verkehrsarm und sehr schön zu befahren. In ca. 2 Stunden ist die Auffahrt zu schaffen. Und wir werden durch die vielen Parolen auf der Straße an den Giro d’Italia erinnert, der hier öfters vorbeizieht. Nach ca. 15 km haben wir die Passhöhe erreicht und wir fahren hinab ins Val del Mortirolo. Im Tal in Monno angekommen, liegen schon die nächsten 1.000 HM vor uns – die Auffahrt zum Passo del Tonale (1.884 m). Teilweise können wir Schotterwege neben der Straße nützen. Auf der Passhöhe bietet sich uns ein tolles Panorama auf die Presanella-Gruppe. Knapp nach der Passhöhe zweigen wir rechts ab auf die alte Militärstraße nach Stavel. Weiter geht es auf einer Bikeroute nach Ossana und weiter auf einem asphaltierten Radweg nach Dimaro. Hier folgen wir kurz der Hauptstraße nach Madonna di Campiglio, doch schon in der 1. Kehre fahren wir geradeaus die Bike-Strecke hinauf bis Madonna. Nach ca. 15 km und 900 HM erreichen wir die Malga Mondifra und kurz darauf den legendären Wintersportort Madonna di Campiglio.

6. Tag: Madonna di Campiglio - Riva (ca. 110 km, ca. 2.100 HM)

Der heutige Tag ist mit ca. 110 km der längste Radtag dieser Transalp und zugleich der letzte Radtag dieser Woche. Und wer möchte kann natürlich auch ein Stück mit dem Bus mitfahren. Da aber größere Streckenabschnitte auf Asphalt gefahren werden, ist diese Distanz auch ohne Probleme fahrbar. Die Auffahrt und erst recht die Abfahrt vom Tremalzo-Pass bilden den krönenden Abschluss dieser Transalp-Woche. Von Madonna fahren wir zunächst auf der Hauptstraße und teilweise auf Schotter bis Pinzolo und dann weiter nach Tione. Über Zuclo und Bolbeno geht es auf Nebenstraßen weiter nach Bondo und dann weiter nach Pieve di Bono und bis Storo. Von Storo sind es dann ca 1.400 HM am Stück auf den Tremalzo-Pass. Vorerst fahren wir auf der Hauptstraße über den Passo d’Ampola, dann zweigen wir auf die schmale Asphaltstraße zum Tremalzo ab. Die Straße schlängelt sich hinauf über Santa Croce zum Rifugio Garda. Dann beginnt die traumhafte Schotterstrecke hinauf zum Tremalzo-Tunnel auf ca. 1.900 m. Es folgt eine tolle Abfahrt über die alte Militärstraße zum Passo Nota. Herrliche Ausblicke auf den tief unter uns liegenden Gardasee begleiten uns. Vom Passo Nota über den Passo Rocchetta führt ein schöner Trail hinunter bis nach Pregásina. Auf den letzten Kilometern hinunter nach Riva genießen wir nochmals traumhafte Panoramablicke auf den Lago di Garda. Überglücklich erreichen wir unser Ziel – den Gardasee – und lassen am Abend bei Pasta e Vino im Hotel in Riva oder Arco die vielen herrlichen Eindrücke dieser Bikewoche nochmals revue passieren.

7. Tag: Heimreise

Nach dem Frühstück verstauen wir unsere Bikes im Radanhänger und fahren über Torbole in Richtung Brennerautobahn. Über Trient und Bozen geht’s über den Brenner nach Innsbruck. Weiter nach Rosenheim – Salzburg – Linz – Steyr nach Laussa. Eine unvergessliche Transalp-MTB-Woche geht zu Ende.