Mountain-Bike Woche Transalp

„Südtirol – Ronda Grande“

Diese Transalp Tour führt nicht – wie üblich – von A nach B, sondern diese Tour führt als „Ronda Grande“ durch die weltberühmten Dolomiten mit ihren schroffen Felsen, den herrlich weißen Kalkwänden und den aus grünen Almböden aufragenden Felstürmen.

Ausgangspunkt für diese Transalp Tour ist der Ort Lajen, am Eingang zum Grödnertal. In 6 Tagesetappen schaffen wir knapp 12.000 Höhenmeter und ca. 320 km. Wir erklimmen eine Unzahl von Pässen und Übergängen bis über 2.500 Meter Seehöhe. Dabei umfahren und durchqueren wir so bekannte Gebirgszüge wie Rosengarten, Sella-Stock, Tofana, die sextener Dolomiten mit den Drei Zinnen, die Fanes-Sennes-Gruppe, Geislerspitzen und viele mehr. Die Bergwelt der Dolomiten ist faszinierend. Auf geschichtsträchtigen Steigen, über Hochalmen und auf steinigen Militär-Trails führt uns unsere Route und viele tolle Landschaftspanoramen bleiben uns unvergesslich.

Ein erfahrener MTB-Guide führt Sie sicher über die zahlreichen Übergänge.
Trotzdem ist bei dieser Tour entsprechende Erfahrung im Gelände und Eigenverantwortung jedes Teilnehmers notwendig.
Der Veranstalter übernimmt nur die organisatorische Verantwortung.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Anspruchsvoll, über Asphalt, Schotter, Wanderwege, Alte Militärwege, Single Trails, einige kurze Schiebepassagen. Asphalt ca. 30 % Schotter, Wald, Wiese, Wanderweg ca. 66 % Schieben/Tragen ca. 3-4 %

Streckenlänge: ca 320km
Etappenlänge: ca. 50 bis 60 km das entspricht 6-7 Stunden reine Fahrzeit täglich
Höhenmeter: ca. 1.800 bis 2.200 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 12.000
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels/Pensionen auf Basis Doppelzimmer, DU/WC, inkl. Halbpension

Anforderung:
sportliche Mountain-Biker/innen mit regelmäßigem Training und Erfahrung im Gelände. Gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt.

Der Streckenüberblick

1. Tag: Über den Schlern (ca. 50 km, ca. 2.000 HM)

Fahrt von Laussa bzw. Steyr evtl.  über Linz nach Salzburg. Weiter über Rosenheim nach Innsbruck und über den Brenner bis zur Autobahnausfahrt Waidbruck/Grödnertal. Weiterfahrt nach Lajen.  Hier erfolgt am frühen Vormittag der Einstieg in die 1. Etappe.Von Lajen fahren wir zunächst auf Asphalt hinauf nach Tanirz und weiter über den Pedrutscher Hof auf einer Bikeroute nach Pontives. Hier treffen wir auf die Hauptstraße ins Grödnertal, verlassen diese aber bald wieder in Passua, kurz vor St. Ulrich. Wir wechseln auf die andere Talseite und fahren durch die Pufler Schlucht hinauf auf die Seiser Alm. Über Kompatsch und Großes Moos erreichen wir die großen Almflächen und fahren zunächst bis zum Gasthof Saltria. Nun biegen wir rechts ein hinauf in Richtung Mahlknechtjoch. Vorbei am Berghof Tirler fahren wir auf Bike-Wegen hinauf zur Seiseralm-Hütte und nach einer Rast erreichen wir bald das Mahlknechtjoch (2.188 m). Nun geht’s weiter zur Tierser Alpl Hütte und über das Schlern-Plateau erreichen wir das Schlern Haus (2.450 m), wobei hier auch teilweise Schiebestrecken sind. Nun folgt ein schwieriger Downhill zur Sessel Schwaige Hütte und weiter über den Knüppelweg (teilweise Schiebestrecken) bis zum Schlernbach und weiter bis zum Gasthof Schönblick, nach Völsegg und schlußendlich erreichen wir Tiers.

2. Tag: Um den Rosengarten (ca. 55 km, ca. 1.950 HM)

Von Tiers fahren wir zunächst über den Nigersattel (1.688 m) zum Karerpass, da hier keine vernünftige Bikestrecke führt. Vor uns der Rosengarten mit seinen eigenwilligen Felsformationen. Wir fahren bequem über die Tscheinerhütte weiter zum Karerpass (1.788 m) und nehmen ab der Passhöhe den Bikeweg hinunter nach Moena. Von Moena bis Soraga befahren wir den Radweg im Fassatal über Soraga bis Pozzo de Fassa. Jetzt zweigen wir ab ins Val di San Nicolo bis zur Baita Ciampie und am Ende steil und steinig (Schiebestrecke) hinauf zum Passo di San Nicolo (2.340 m). Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir über einen schwierigen Trail hinunter zum Rifugio Contrin (2.016 m). Von hier weg finden wir eine grobe Schotterpiste nach Canazei (1.440 m) vor und wir erreichen unser heutiges Etappenziel.

3. Tag: Bindelweg und Pralongia (ca. 50 km, ca. 2.400 HM)

Von Canazei aus starten wir vorerst über steile Schotterpisten hinauf Richtung Pordoi-Joch bis zum Albergo Lupo-Bianco. Ab hier nehmen wir die normale Passstrasse bis zum Albergo Pordoi (2.110 m). Anschließend fahren wir entweder über das Schigebiet bis zur Rif. Fredarola (2.335 m), oder über die Passstrasse auf das Pordoi-Joch und schieben dann hinauf zur Rif. Fredarola. Hier beginnt nun der bekannte Bindelweg, der uns über das Rif. Viel del Plan bis zum Porta Vescovo führt (2.478 m). Wir genießen dabei den traumhaften Blick auf die Marmolada. Der Trail wird auch von Wanderern gerne begangen, daher ist auf diesem Streckenabschnitt besondere Vorsicht angebracht. Die letzten 20 Min. hinauf zum Porta Vescovo müssen wir unsere Bikes schieben. Es folgt eine flotte Abfahrt über den Col Vescovo nach Crepaz und auf der anderen Talseite geht’s gleich wieder bergauf nach Cherz. und über die Rif. Incisa (1.950 m) steil bergauf zur Pralongia (2.130 m). Von hier genießen wir einen überwältigenden Ausblick auf die umliegenden Dolomiten wie kaum sonst wo. Von der Puez-Geisler-Gruppe über Kreuzkofel, Fanes-Sennes-Gruppe, Lagazuoi, bis zur Marmolada. Die Sellagruppe und das Grödnerjoch vervollständigen das traumhafte Panorama. Nach einer ausgiebigen Rast folgt eine schöne Abfahrt auf Schotterpste bis St. Kassian, unserem heutigen Etappenort.

4. Tag: Fanestal - Misurinasee (ca. 55 km, ca. 1.700 HM)

Wir starten in St. Kassian und fahren ca. 4 km auf der Passstrasse in Richtung Valparola Pass hinauf. Bei der Abzweigung zur Capanna Alpina verlassen wir diese und fahren in Richtung Fanestal hinauf. Der Weg wird jedoch schnell unfahrbar und wir müssen ca. 300 HM bzw. 30-40 Minuten zum Col Loggia (2.069 m) hinauf unser Bike schieben/tragen. Über das traumhafte Fanestal faharen wir über ein einzigartiges Hochtal mäßig ansteigend zum Tageda-Joch (2.157 m). Nun folgt ein schöner Trail hinunter zur Großen Fanesalm (2.100 m) und über lange und teilweise steile Fahrwege geht’s hinunter bis zur Ponte Alto und weiter auf schöner Schotterstrasse bis zur Hauptstrasse in Richtung Schluderbach. Nach kurzer Fahrt auf der Hauptstrasse biegen wir ab ins Val Grande und fahren auf steiler Schotterstrasse entlang des Monte Cristallo bis hinauf zum Passo Son Forcia (2.130 m). Von hier fahren wir das Schigebiet hinunter bis zum Tre Croci Pass (1.808 m) und weiter auf der Hauptstrasse zum Misurinasee (1.750 m), unserem Etappenziel.

5. Tag: Um die 3 Zinnen (ca. 55 km, ca. 1.900 HM)

Nach dem Frühstück fahren wir die berühmte und gefürchtete Aspahaltstrasse hinauf zur Auronzohütte auf 2.320 m. Es geht hier ca. 7 km lang mit ca. 16 % bergauf, das ist selbst für hartgesottene Biker nicht ohne. Haben wir einmal die Auronzohütte erreicht, dann fahren wir gemächlich auf breiten Schotterwegen in Richtung Paternkofel und Dreizinnenhütte. Der gewaltige Ausblick auf die 3 Zinnen ist der Lohn für die mühsame Auffahrt zur Auronzohütte. Teilweise müssen wir kurze Schiebepassagen überwinden bis zur Dreizinnenhütte (2.405 m). Hier genießen wir einen tollen Ausblick auf die 3 Zinnen. Leider ist ab der Hütte ein Fahrverbot für Bikes hinunter ins Rienztal. Erst ab ca. 1.700 m Seehöhe ist das Fahrverbot aufgehoben, so müssen wir wohl oder übel ca. 1 Stunde hinunter schieben. Die letzten Kilometer durch das Rienztal genießen wir wieder eine herrliche Abfahrt hinunter ins Höhlensteintal. Den Dürensee entlang fahren wir auf dem Radweg bis kurz nach Schluderbach und fahren dann ins Val Gottres hinauf bis zum Forcella di Lerosa (1.989 m). Nun geht es 300 HM hinunter zur Alpe Ra Stua (1.700 m). Es folgt eine schöne Schotterpassage hinauf zur Senneshütte, im oberen Teil müssen wir jedoch ein Stück schieben. Auf der gemütlichen Sennehütte (2.126 m) rasten wir nochmals und genießen die herrliche Landschaft rundherum. Anschließend geht’s weiter abwärts zur Fodara Vedla Hütte und weiter sehr steil (teilweise über 30 %) auf einem Fahrweg ca. 400 HM abwärts zur Pederü-Hütte (1.530 m). Von hier weg können wir entweder die 12 km lange Strasse durch das Rautal nach St. Vigil benützen oder den Bike Trail, der ebenfalls nach St. Vigil führt.

6. Tag: Durch den Naturpark Puez-Geisler (ca. 50 km, ca. 2.000 HM)

Der letzte Tag unserer Ronda Grande ist angebrochen. Wir fahren vorerst auf Asphalt hinunter nach Zwischenwasser und biegen dann ins Gadertal hinauf. In St. Martin in Thurn fahren wir das Campilltal hinauf bis Campill (1.400 m). Hier zweigt der Weg ab hinauf zu den Peitlerwiesen, über das Kreuzkofeljoch zur Schüterhütte (2.300 m). Weiter geht es über Gampen- und Glatschalm steinig bergab. Anschließend fahren wir steil bergauf, die Geisler-Gruppe entlang, teilweise schiebend – über den Adolf-Munkel-Weg, die Geisler-Gruppe entlang –  zur Brogles Alm (2.045 m). Kurz danach passieren wir den Brogles-Sattel (2.120 m). Auf steilem Fahrweg geht es nun unterhalb der Flitzer Scharte vorbei zur Saltner Schwaige (2.111 m). Von hier führt ein Fahrweg über das Schiegebiet hinunter nach St. Ulrich. …. Wir haben es geschafft. …. Am Abend relaxen wir in einem netten Hotel in St. Ulrich und entspannen uns von der anstrengenden MTB-Woche.

7. Tag: Heimreise

Wir nehmen Abschied von St. Ulrich und von Südtirol und fahren über die Brenner-Autobahn nach Innsbruck, Salzburg und Steyr. Dabei lassen wir die wunderschöne Transalp-Woche nochmals Revue passieren und schmieden bereits wieder Pläne für unsere nächste Transalp.