Mountain-Bike Woche Transalp

Vom Zillertal bis zum Gardasee

Diese MTB-Woche zählt sicherlich auch zu den „klassischen“ TRANSALP-Routen und bietet für den sportlichen Biker zahlreiche Höhepunkte, sowohl in sportlicher Hinsicht als auch im Hinblick auf die landschaftlichen Schönheiten dieser Strecke.

Ausgehend von Mayrhofen im Zillertal überqueren wir die Alpen in Richtung Süden, großteils auf herrlichen Trails. Berauschende Landschaften ziehen an uns vorüber und wir befahren einzigartige Saumwege und bezwingen tolle Übergänge.
Von Mayrhofen im Zillertal führt der Weg über die Zillertaler Alpen. Vorbei am Schlegeis-Speicher fahren wir hinauf zum Pfitscher Joch. Nach einer tollen Abfahrt erwartet uns ein schwieriger Anstieg zum Pfunderer Joch. Anschließend führt unsere Route über das Pustertal nach St. Vigil. Weiter geht’s über die Pederü-Hütte und über das Limojoch mitten durch den traumhaften Naturpark Fanes-Sennes, im Zentrum der Dolomiten.
Wir befahren herrliche Trails und Übergänge im Bereich der Fanes-Hütte und des Tageda-Jochs. Weiter geht es abwärts nach St. Kassian unweit des Valparola Passes. Dann folgt eine herrliche Auffahrt auf die Pralongia-Hütte bei Corvara. Über Arabba fahren wir dann hinauf zur Porta Vescovo und über den bekannten Bindel-Weg im Angesicht der Marmolada zum Pordoi Joch. Anschließend genießen wir die Abfahrt hinunter ins Fassa-Tal bis Moena.
Der nächste Anstieg bringt uns auf die Alpe di Lusia und weiter abwärts nach Paneveggio.
Nun liegt die malerische Gruppe Pale di San Martino vor uns und wir fahren hinauf durch das traumhafte Val Venegia zur Baita Segantini.
Es folgt eine flotte Abfahrt über den Passo di Rolle hinunter nach St. Martino di Castrozza und unser Ziel – der Garadsee – rückt immer näher. Doch vorher kurbeln wir noch bergauf auf den Passo Tognola und fahren entlang der Lagorai-Gruppe auf den Passo Cinque Croci und über die Rifugio Carlettini hinunter Richtung Lago di Caldonazzo.
Über den sogenannten Kaiserjägerweg fahren wir hinauf nach Lavarone und Folgaria und über Terragnolo wieder hinunter nach Rovereto. Von hier ist es zum Gardasee nicht mehr weit.
Die Streckenführung wurde so gewählt, daß nur wenige Schiebestrecken zu bewältigen sind. Auf extreme Anstiege wurde verzichtet Teilstrecken können evtl. mit dem Bus bewältigt werden. Der Begleitbus transportiert das Gepäck täglich zum nächsten Hotel. Insgesamt sind auf den 6 Etappen ca. 400 km und 11.000 Höhenmeter zu absolvieren.

Ein erfahrener MTB-Guide führt Sie sicher über die zahlreichen Übergänge. Trotzdem ist bei dieser Tour entsprechende Erfahrung im Gelände und Eigenverantwortung jedes Teilnehmers notwendig. Der Veranstalter übernimmt nur die organisatorische Verantwortung.

Die Eckdaten

Streckencharakteristik:
Anspruchsvoll, über Asphalt, Schotter, Wanderwege, Pfade und auch mit einigen kurzen Schiebe- bzw. Tragestrecken garniert.
Asphalt ca. 56 %
Schotter, Wald, Wiese, Wanderweg ca. 42 %
Schieben/Tragen ca. 2 %

Streckenlänge: ca 400 km
Etappenlänge: ca. 45 bis 80 km , das entspricht ca. 4-8 Stunden reine Fahrzeit täglich
Höhenmeter: ca. 1700 bis 2.500 pro Tag
Gesamthöhenmeter: ca. 11.400
Unterkunft: in 2 und 3 Stern-Hotels auf Basis HP

Anforderung:
sportliche Mountain-Biker/innen mit regelmäßigem Training und Erfahrung im Gelände, gute Kondition und Ausdauer werden vorausgesetzt

Der Streckenüberblick

1. Tag: (ca. 45 km, ca. 1.700 HM)

Fahrt von Laussa bzw. Steyr über Salzburg weiter nach Rosenheim. Weiterfahrt über Kufstein ins Zillertal nach Mayrhofen. Hier erfolgt am späten Vormittag der Einstieg in die 1. Etappe.
Bereits kurz nach Mayrhofen (630 m) biegen wir auf die alte Straße nach Ginzling ab.
Die enge Asphaltstraße schlängelt sich durch das enge Tal ca. 8 km aufwärts bis wir in Ginzling (1000 m) den Zemmgrund erreichen. Das Tal weitet sich und führt weitere 13 km hinauf zum Schlegeis-Speicher auf ca. 1.800 m Seehöhe. Nun genießen wir schon den herrlichen Ausblick auf die Gletscherwelt der Zillertaler Alpen. Nun führt die letzten 5 km ein sehr schöner fahrbarer Trail hinauf zum Pfitscher Joch.
Der Weg hinauf wurde erst kürzlich ausgebaut und wir erreichen bald das Pfitscher-Joch-Haus auf 2.270 m Seehöhe. Von hier genießen wir einen traumhaften Ausblick auf den schneebedeckten Hochfeiler und die umliegenden Gipfel der Zillertaler Alpen und hinunter ins Pfitscher-Tal. Jetzt haben wir uns eine ordentliche Rast verdient und wir stärken uns vor der endlos langen Abfahrt über eine Schotterstraße hinunter ins Pfitscher Tal.
Nach ca. 13 km erreichen wir St. Jakob und bald darauf Kematen, unseren Etappenziel für heute. Im Hotel Kranebitt werden wir heute Abend den Tag ausklingen lassen und uns im Wellness-Bereich bei gutem Essen und Rotwein für den morgigen Tag wieder stärken.

2. Tag: (ca. 62 km, ca. 1.800 HM)

Bald nach dem Frühstück schwingen wir uns wieder aufs Bike und bereits nach ca. 1 km talauswärts im Ortsteil Fußendras biegen wir links in Richtung Pfunderer Joch ab.
Bereits nach 500 m steigt der Schotterweg steil an und es folgt eine fahrbare aber
ca. 16% bis 18 % steile Passage hinauf auf fast 2.600 m Seehöhe. Es handelt sich um einen alten Militärweg. Die ersten 30-40 Min. geht es noch durch Waldgelände, dann öffnet sich die Landschaft und wir genießen einen herrlichen Ausblick auf das gegenüberliegende Schlüsseljoch und auch bald hinauf zum Pfunderer Joch.
Die mittlere Passage ist wohl nur was für konditionell sehr gute Biker, aber absteigen ist
ja keine Schande. Im oberen Drittel ist die meiste Strecke wieder fahrbar. Nach ca. 7 km anstrengender Auffahrt bzw. nach 1.200 HM erreichen wir das Pfunderer Joch (2.568 m).
Belohnt werden wir mit herrlichen Ausblicken und mit einem fast zur Gänze fahrbaren Single-Trail hinunter nach Pfunders (1.155 m). Sattel hinein und ab geht die Post.
Ab der Weitenberg Alm auf 2.000 m Seehöhe führt ein schöner Fahrweg ins Tal. Kurz nach der Duner Klamm erreichen wir die Asphaltstraße nach Pfunders. Von hier geht es weiter flott bergab auf Asphalt bis Niedervintl im Pustertal. Nun fahren wir gemütlich auf dem rechten Ufer flußaufwärts auf einem Radweg Richtung Bruneck bis Ehrenburg(ca. 10 km von Niedervintl).
Hier biegen wir rechts ab in Richtung Montana und Zwischenwasser und Corvara.
Von Zwischenwasser sind es nur mehr 4 km hinauf nach St. Vigil, unserem Etappenort für heute.

3. Tag: (ca. 50 km, ca. 1.800 HM)

Der 3. Tag bietet ein besonderes Zuckerl. Die Auffahrt durch den Naturpark Fanes-Sennes bzw. durch das Fanes Hochtal, wohl eine der beeindruckendsten Landschaften der Alpen. Von St. Vigil (1.200 m) führt eine wenig befahrene, 12 km lange Asphaltstraße bis zur Pederü-Hütte auf 1.550 m Seehöhe. Von nun an geht’s steil bergan über eine grobe aber fahrbare Schotterstraße . Eine herrliche Kulisse bietet sich uns und bald erreichen wir die neu renovierte Fanes-Hütte auf 2.060 m. Eine kurze Rast haben wir uns verdient, bevor es noch die letzten 200 Höhenmeter steil zum Limojoch hinaufgeht. Die letzten Höhenmeter auf 2.244 m können auch geschoben werden. Die Profis können aber auch hier im Sattel bleiben. Vom Limojoch genießen wir einen traumhaften Rundumblick auf die Dolomiten. Nun geht’s wieder leicht bergab, vorbei am zauberhaften Limosee und bereits nach wenigen Minuten erreichen wir die große Fanesalm. Es führt hier eine Abzweigung nach Cortina hinunter, die wir jedoch links liegen lassen. Die große Fanesalm zählt mit Sicherheit zu den schönsten Flecken auf dieser Erde. Das weite Hochtal wird eingerahmt von Felstürmen und durchflutet von kleinen Bächen. Wir fahren auf dem Plateau in ca. 2.100 m Seehöhe leicht ansteigend weiter bis zum Tageda Joch (2.157 m). Nach weiteren 2 km haben wir das Ende des Hochplateaus erreicht und wir sind gezwungen unser Bike für ca. 20 Minuten hinunter zu schieben bzw. zu tragen. Steile, in den Fels gehauene Stufen verhindern hier auch für die Profis eine Abfahrt. Doch bereits nach ca 300 HM schwingen wir uns wieder in den Sattel und in einer flotten Fahrt geht’s weiter über die Capanna Alpina bis zur Straße, die von La Villa auf den Valparola Paß hinauf zieht. Wir biegen rechts in die Straße ein und fahren auf Asphalt ca. 3 km hinunter nach St. Kassian. Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir weiter auf einer schönen Schotterstraße hinauf auf die Pralongia (Lange Wiese). die Auffahrt ist mäßig anstrengend und bietet einen herrlichen Ausblick auf die herrlichen Berge um Corvara. Nach ca. 600 HM und ca. 70 bis 80 Min. Fahrzeit erreichen wir die Albergo Pralongia auf 2.130 m. Der Panoramablick von hier heroben ist überwältigend. Im Süden die Marmolada, im Westen die Sella-Gruppe, im Nordwesten die Puez-Geisler-Gruppe, im Nordosten die Kreuzkofelgruppe mit dem Fanestal und im Osten die Tofana. Es folgt eine rassige Abfahrt über einen Fahrweg bis zur Rif. Incisa und weiter bis zum kleinen Ort Cherz. Bald treffen wir auf die Hauptstraße, die wir bis Arabba folgen. Hier schlagen wir für heute unser Quartier auf und genießen noch einen netten Abend bei Pasta e Vino.

4. Tag: (ca. 80 km, ca. 2.500 HM)

Pfitscher-Joch
Herrliche Stimmung am Pfitscher Joch

Von Arabba (1.600 m) fahren wir hinauf Richtung Porta Vescovo auf 2.478 m. Wir nehmen großteils die Paßstraße hinauf zum Pordoi Joch, da der Anstieg über die Schipisten u. Wanderwege hinauf mühsam ist. Im oberen Teil der Paßstraße zweigen wir links ab zur Porta Vescovo bzw. zum Bindelweg. Wir befahren diesen herrlichen Trail mit tollen Blick auf die Marmolada Richtung Westen und erreichen über die Rif. Viel del Pan bald das Pordoi Joch (2.239 m). Abwärts geht’s Richtung Canazei meist auf der Paßstraße, ab der Albergo Lupo Bianco können wir schöne Trail hinunter nach Canazei befahren. Auf breiten Wanderwegen fahren wir nun durch das Fassatal bis nach Moena. Wer schon müde ist kann sich den folgenden Anstieg auf die Alpe di Lucia ersparen und im Bus mitfahren. Die Konditionstiger unter den Bikern fahren jedoch kurz (ca. 2 km) hinauf Richtung Passo di San Pellegrino und zweigen dann rechts ab hinauf zum Passo di Lucia. Der Anstieg auf der Schotterstraße ist ca. 14 % steil, manchmal bis 20 % und stellt nochmals eine Herausforderung dar. Auf Schotter geht es dann bergab bis Paneveggio, kurz weiter nach links Richtung Passo Valles bis zum Eingang ins malerische Val Venegia (1.700 m), wo wir rechts abbiegen. Vor uns die malerische Gruppe Pale di San Martino, bis 3.200 m hoch. Das Val Venegia bietet uns eine herrliche Auffahrt und eine traumhafte Kulisse. Bis zu 1000 m hohe Felspfeiler mit kleinen Gletschern dazwischen bieten ein überwältigendes Panorama. Die Schotterstraße steigt in leichten Serpentinen an zur Baita Segantini (2.174 m). Von hier führt eine Schotterstraße hinunter zum Passo di Rolle (1.980 m) und wir fahren nun großteils auf der asphaltierten Paßstraße in langgezogenen Serpentinen nach San Martino di Castrozza (1.480 m)hinunter. Nun haben wir uns einen gemütlichen Ausklang in einem netten Hotel verdient. (ca. 80 km, ca. 2.500 HM)

5. Tag: (ca. 80 km, ca. 1.800 HM)

Nach einem guten Radlerfrühstück fahren wir von San Martino di Castrozza ab. Bereits kurz nach dem Ortsende in Richtung Süden biegen wir rechts ab und folgen einer gut fahrbaren Schotterstraße hinauf zur Malga Tognola auf 2.000 m Seehöhe. Der anschließende Trail hinab nach Caoria ist jedoch nur zum Teil fahrbar und wir müssen ca. 50 % Schiebestrecke in Kauf nehmen bevor wir in eine Schotterstraße einmünden. Von Caoria (847 m) fahren wir auf Asphalt aufwärts bis zur Rif. Refavaie (1.116 m). Weiter geht’s auf einer alten Militärstraße hinauf über die Malga Val Cion (1.973 m)zum Passo Cinque Croci (2.018 m). Nun fahren wir wieder abwärts auf Schotter bis zur Rif. Carlettini (1.368 m) und über die Rif. Crucolo dann auf Asphalt hinunter nach Strigno (463 m) bzw. bis Agnedo. Abschließend benützen wir durch das Val Sugana einen asphaltierten Radweg bis Caldonazzo.

6. Tag: (ca. 80 km, ca. 1.800 HM)

Bei der heutigen letzten Etappe fahren wir von Caldonazzo über den heute asphaltierten Kaiserjägerweg, der im ersten Weltkrieg stark umkämpft war. Im oberen Bereich windet sich die schmale Straße in vielen Serpentinen am steilen Fels entlang. Über Bertoldi, Chiesa und Carbonare fahren wir über den Passo di Sommo (1.341 m) weiter nach Folgaria (1.168 m).Über Terragnolo und Noriglio erreichen wir Rovereto und wir können uns entscheiden, entweder die letzten 20 km bis Arco im Bus mitzufahren oder den letzten Radtag gemütlich auf der Straße bis zum Gardasee bzw. bis Riva und Arco ausklingen zu lassen.

7. Tag: Heimreise

Unsere tolle MTB-Woche geht zu Ende und wir fahren von Arco über Trient, Bozen und Brenner nach Innsbruck. Weiter nach Salzburg, Steyr und Laussa. Bei der Heimfahrt werden bereits wieder Pläne für die nächste Transalp-Tour geschmiedet.